AirBaltic wird die erste europäische Fluggesellschaft, die mit Starlink Inflight-Wi-Fi anbietet. CEO Martin Gauss verteidigt die Partnerschaft mit Elon Musk, trotz dessen politischer Kontroversen
AirBaltic wird zum Pionier in der Luftfahrt-Internetnutzung. Als erste europäische Fluggesellschaft nutzt sie die Starlink-Technologie von SpaceX, die Passagieren Highspeed-Wi-Fi an Bord bietet. CEO Martin Gauss betonte im Gespräch mit Euronews, dass die Entscheidung zur Zusammenarbeit mit Elon Musks Unternehmen vor allem eine technologische war. „Die Technologie ist herausragend, und ich bin sicher, dass in zehn Jahren Highspeed-Internet an Bord Standard sein wird“, so Gauss.
Das Unternehmen plant, bis Ende 2025 seine gesamte Airbus A220-300-Flotte mit Starlink auszurüsten. Die erste Hälfte der Flotte wird in den ersten sechs Monaten des Jahres modernisiert, der Rest folgt bis Ende 2025. Dieser Schritt hat jedoch gemischte Reaktionen ausgelöst. Während einige Passagiere und Experten den Fortschritt in der Luftfahrttechnologie begrüßen, kritisieren andere die Zusammenarbeit mit Elon Musk aufgrund seiner politischen Ansichten und Aktivitäten.
Auf der sozialen Plattform X gab es Kommentare, die die Unterstützung Musks ablehnen. Ein Nutzer erwähnte sogar, dass er aufgrund dieser Partnerschaft über einen Wechsel der Fluggesellschaft nachdenkt. Andere hingegen begrüßen diesen Schritt und sehen ihn als Meilenstein in der Luftfahrtindustrie.
Elon Musk, der neben SpaceX auch das Automobilunternehmen Tesla besitzt, ist in letzter Zeit politisch sehr aktiv geworden. Seine Unterstützung für Donald Trump und andere republikanische Kandidaten sowie seine kontroversen Äußerungen zur Ukraine haben Debatten ausgelöst. So schränkte Musk beispielsweise im Jahr 2022 den Zugang ukrainischer Behörden zu Starlink-Diensten ein, was einen ukrainischen Drohnenangriff verhinderte.
AirBaltic distanziert sich jedoch von Musks politischen Positionen und betont seine Unterstützung für die Ukraine. Das Unternehmen plant, in den Wiederaufbau des Landes nach dem Konflikt zu investieren und arbeitet bereits jetzt mit Flughäfen in Kiew und Lwiw zusammen, um Flüge so schnell wie möglich nach einem Waffenstillstand wieder aufnehmen zu können. „Wir waren die Letzten, die die Ukraine verlassen haben, und wir werden die Ersten sein, die zurückkehren“, sagte Gauss.
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