Der schwedische Batteriehersteller Northvolt ist nach finanziellen und betrieblichen Schwierigkeiten insolvent. Europas Abhängigkeit von ausländischen Lieferanten wächst.
Der schwedische Batteriehersteller Northvolt hat Konkurs angemeldet, was einen schweren Schlag für Europas Ambitionen in der Batterieproduktion bedeutet. Die Firma kämpfte schon länger mit steigenden Kapitalkosten, geopolitischer Unsicherheit und Problemen in den Lieferketten.
Obwohl Northvolt im vergangenen November Gläubigerschutz in den USA beantragte, konnte es seine finanzielle Lage nicht stabilisieren. Trotz intensiver Bemühungen, eine tragfähige Zukunft zu sichern, scheiterten die Versuche an einer Kombination aus erwarteten und unerwarteten Herausforderungen der Branche.
Northvolt war ein zentraler Akteur in Europas Übergang zur grünen Energie. Die Firma konnte sich rund 15 Milliarden Dollar an Investitionen sichern und plante, ihre Produktionskapazität bis zum Ende des Jahrzehnts erheblich zu steigern. Ziel war es, die europäische Abhängigkeit von China zu reduzieren.
Allerdings führte eine sinkende Nachfrage nach Elektroautos sowie Änderungen in staatlichen Förderungen dazu, dass Investoren ihre Unterstützung reduzierten. Auch die schwedische Regierung lehnte es ab, Northvolt substanzielle Subventionen zu gewähren, was schließlich zur Insolvenz beitrug.
Ein vom Gericht bestellter Verwalter wird nun die Vermögenswerte des Unternehmens verkaufen. Der Konkurs von Northvolt bedeutet für Europa eine stärkere Abhängigkeit von Batterieherstellern aus China und Südkorea, bis heimische Alternativen entstehen.
Laut Experten fehlt Europa weiterhin eine klare Strategie zur Förderung der lokalen Batterieproduktion. Julia Poliscanova von T&E betonte, dass es dringend politische Maßnahmen brauche, um mit globalen Wettbewerbern mithalten zu können.
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