Trump kündigt 10 % Zölle auf alle US-Importe an – höhere Sätze für „schlimmste Verursacher“. Märkte reagieren mit Verlusten, Gold steigt auf Rekordhoch.
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat im Rosengarten des Weißen Hauses neue Zollmaßnahmen vorgestellt. Dabei kündigte er eine pauschale Einfuhrsteuer von 10% auf alle Importe an, mit zusätzlichen Abgaben für rund 60 Länder, die als "Hauptverursacher" eingestuft wurden.
Während seiner Rede präsentierte Trump eine Liste der betroffenen Staaten, darunter China mit 34%, die Europäische Union mit 20% und Vietnam mit 46%. Weitere Nationen wie Japan, Südkorea, Indien, Kambodscha und Taiwan sollen mit Sätzen zwischen 24% und 49% belegt werden.
"Der 2. April 2025 wird als Tag der Wiedergeburt der amerikanischen Industrie in die Geschichte eingehen",
erklärte Trump. "Unsere Nation wurde jahrzehntelang ausgenutzt, doch damit ist jetzt Schluss."
Kanada und Mexiko bleiben vorerst von den neuen Zöllen ausgenommen, da bereits bestehende Handelsabkommen gelten. Auch Stahl, Aluminium und Fahrzeuge sind von den jüngsten Ankündigungen nicht betroffen. Allerdings plant die Regierung weitere Maßnahmen für Kupfer, Pharmaprodukte, Halbleiter und Holz.
Die Basistarife sollen bereits am kommenden Samstag in Kraft treten, während die erhöhten Sätze ab Mittwoch nächster Woche gelten werden. Diese Pläne lösten unmittelbare Reaktionen an den Finanzmärkten aus.
US-Aktienfutures brachen in der außerbörslichen Handelsphase ein, wobei der S&P 500 um 3% und der Nasdaq um 3,8% fielen. Technologieunternehmen verzeichneten deutliche Verluste, angeführt von Apple mit einem Minus von fast 3%.
Flucht in sichere Häfen prägte auch die Devisenmärkte: Der japanische Yen gewann stark an Wert, während rohstoffabhängige Währungen wie der kanadische und australische Dollar nachgaben. Gold erreichte unterdessen ein neues Rekordhoch.
Experten wie Kyle Rodda von Capital.com Australia bewerten die angekündigten Zölle als "überdurchschnittlich hoch" und warnen vor wirtschaftlichen Auswirkungen. Die Europäische Kommission kündigte bereits Gegenmaßnahmen an, betonte aber gleichzeitig die Bereitschaft zu weiteren Gesprächen.
Internationales Schuldnerregister
Stellen Sie durch eine detaillierte Prüfung im Schuldnerregister sicher, dass Ihre finanzielle Historie wirklich frei von Schulden ist.