"UK erwartet US-Zölle: Kein rechtzeitiges Abkommen in Sicht. Downing Street bereitet sich auf mögliche Gegenmaßnahmen vor, falls britische Waren betroffen sind. #Handel #Trump"
Die britische Regierung rechnet damit, dass neue US-Zölle am Mittwoch in Kraft treten werden. Laut Downing Street wird eine Ausnahmeregelung für britische Waren voraussichtlich nicht rechtzeitig vereinbart werden können.
US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, am 2. April eine Reihe neuer Zölle – also Einfuhrsteuern – einzuführen. Diese würden zusätzlich zu den bereits beschlossenen 25 % auf Autos und Autoteile erhoben. Trump deutete am Wochenende an, dass die Maßnahmen alle Länder betreffen könnten, nicht nur jene mit den größten Handelsungleichgewichten gegenüber den USA.
Ein Sprecher des Premierministers bezeichnete die Gespräche über ein mögliches Wirtschaftsabkommen zwischen beiden Ländern als "konstruktiv", schloss jedoch Vergeltungsmaßnahmen nicht aus, sollten die Zölle tatsächlich verhängt werden.
"Der Premierminister hat klargestellt, dass er stets im nationalen Interesse handeln wird. Wir haben uns auf alle Eventualitäten vorbereitet und gehen davon aus, dass die Ankündigung von Präsident Trump auch das Vereinigte Königreich betreffen wird – ebenso wie andere Länder."
Die Regierung betonte, dass sie weiterhin einen "ruhigen und pragmatischen Ansatz" verfolgen werde. Ein Handelskrieg mit den USA liege in niemandes Interesse, so der Sprecher. Gleichzeitig wurde jedoch betont: "Wir schließen nichts aus."
Kritik kam von der Opposition. Andrew Griffith, Schattenhandelsminister der Konservativen, nannte die Entwicklung einen "potenziellen Schlag" für britische Unternehmen und Arbeitnehmer. Die Liberaldemokraten forderten die Regierung auf, notfalls mit eigenen Zöllen zu reagieren – ähnlich wie Kanada und die Europäische Union.
Laut dem unabhängigen Office for Budget Responsibility (OBR) könnte ein Handelskrankrieg das Wirtschaftswachstum um Milliarden verringern. Im schlimmsten Fall – also bei gegenseitigen Vergeltungsmaßnahmen – könnte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im kommenden Jahr um 1 % niedriger ausfallen als prognostiziert. Ohne Gegenmaßnahmen wäre der Effekt geringer, aber dennoch spürbar.
Besonders betroffen wären britische Autohersteller wie Rolls-Royce und Aston Martin. Die USA sind nach der EU der zweitgrößte Absatzmarkt für britische Fahrzeuge. Trump argumentiert, seine Maßnahmen würden amerikanische Arbeitsplätze schützen – trotz Warnungen vor möglichen Preiserhöhungen für Verbraucher.
Die genauen Auswirkungen auf die britische Wirtschaft bleiben ungewiss. Sollte die Regierung mit eigenen Zöllen reagieren, könnten Haushalte mit höheren Preisen konfrontiert werden. Andererseits könnten andere Länder wie China ihre Waren verstärkt nach Großbritannien exportieren, was wiederum Preissenkungen zur Folge haben könnte.
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