Britische Kanzlerin Rachel Reeves plant radikale Bürokratie-Reform, um Unternehmenskosten zu senken. Neuer Aktionsplan soll Regulierung vereinfachen und Investitionen fördern.
Die britische Schatzkanzlerin Rachel Reeves plant eine umfassende Reform der Bürokratie, um die Kosten für Unternehmen deutlich zu senken. Am Montag wird sie sich mit Regulierungsbehörden treffen, um einen Aktionsplan zur Reduzierung von Verwaltungsvorschriften vorzustellen, wie das britische Finanzministerium am Sonntag mitteilte.
Die Regierung der Labour-Partei strebt an, die administrativen Kosten für Unternehmen um ein Viertel zu reduzieren. Dies soll durch die Verringerung der Anzahl von Regulierungsbehörden, die Vereinfachung von Umweltvorschriften für Großprojekte und die Streichung von kostspieligen Vorschriften erreicht werden. Ein Beispiel hierfür sind umfangreiche Richtlinien zum Schutz von Fledermaushabitaten.
Zusätzlich zu diesen Maßnahmen haben die Regulierungsbehörden 60 weitere Schritte vereinbart, um das Geschäftsumfeld zu verbessern. Dazu gehören die beschleunigte Zulassung neuer Medikamente und die Vereinfachung von Regeln für die Vergabe von Hypotheken.
„Durch die Reduzierung von Bürokratie und die Schaffung eines effizienteren Systems werden wir Investitionen fördern, Arbeitsplätze schaffen und das Einkommen der Arbeitnehmer erhöhen“,
erklärte Reeves.
Die Ankündigung erfolgt kurz nachdem Premierminister Keir Starmer Reformen angekündigt hatte, um den übervorsichtigen und aufgeblähten Staatsapparat des Vereinigten Königreichs zu überholen. Starmer hatte letzte Woche erklärt, dass er die Aufsichtsbehörde für den staatlich finanzierten Gesundheitsdienst in England abschaffen und die Zuständigkeiten der Zahlungsregulierungsbehörde in die Hauptfinanzaufsicht integrieren werde.
Die Labour-Regierung wurde im Juli mit dem Versprechen gewählt, das Wirtschaftswachstum anzukurbeln und den Lebensstandard nach Jahren der Stagnation zu verbessern. Trotz eines überwältigenden Wahlsiegs hat die Regierung jedoch schnell an Unterstützung verloren, da sie Schwierigkeiten hat, Einsparungen zu finden und gleichzeitig das Wachstum zu fördern.
Laut einer kürzlich veröffentlichten Ipsos-Umfrage sind 48 Prozent der Briten der Meinung, dass die Regierung ihre Arbeit schlecht macht, während 49 Prozent glauben, dass ihre Wirtschaftspläne negative Auswirkungen haben werden.
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